Interview mit Torsten von UI-Check

Auch diese Woche haben wir wieder ein Interview zum Thema Crowdsourcing geführt. Dieses Mal haben wir mit Torsten Meyer gesprochen, einem der Gründer von UI-Check.
Beschreiben Sie Ihr Unternehmen
UI-Check ist ein junges Startup aus Berlin. Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit Tests aller Art, sei es für
- Websites/ Webshops
- Apps
- mobile Apps
- Online Games
durchzuführen.
Dabei machen wir die Tests nicht selber, sondern lassen Sie durch die Crowd (externe Tester die von Zuhause aus arbeiten können) ausführen. Getestet wird momentan hauptsächlich im Bereich Usability (Anwenderfreundlichkeit) und Bugtracking (Fehlerfindung) aber auch Testimonialvideos sind möglich. Zukünftig sind noch weitere Projekte angedacht. Unser großer Testerpool erlaubt es uns fast jede Zielgruppe unserer Kunden abbilden zu können.
Was hat Ihr Unternehmen mit Crowdsourcing zu tun?
Alles. Crowdtesting ist Teil der Crowdsourcing Idee. Unsere Tester repräsentieren die Crowd oder anders formuliert; aus Sicht unserer Kunden stehen sie für eine jeglich erdenkliche Zielgruppe. Wir liefern somit potentielles Kundenfeedback auf schnelle und einfache Art und Weise.
Wie sind Sie zum ersten Mal mit Crowdsourcing in Berührung gekommen?
Während meiner Magisterarbeit, hier habe ich viel Wikipedia genutzt, um mich in Themen einzulesen bzw. Querverweise zu finden.
Haben Sie für Ihr Unternehmen schon Crowdsourcing-Angebote genutzt? Welche?
Ja, schon öfters. Wir haben beispielsweise unser Logo über 12designer entwickeln lassen, weiterhin benutzen wir sehr oft odesk , um projektbezogene Arbeiten im Ausland abbilden zu lassen.
Welche Crowdsourcing-Ansätze und -Ideen beeindrucken Sie derzeit am Meisten?
Crowdfunding ist ein hochspannendes Thema. Wenn es gelingt, die aktuell noch vorherrschenden Einschränkungen der BAFIN aufzulösen, wird das meiner Meinung nach die Finanzierungsmethodik der Zukunft sein.
Was sind Ihrer Meinung nach die größten Schwierigkeiten bei der Nutzung der Crowd für Unternehmen? Was muss man beachten und was sollte man auf keinen Fall machen?
Kontrolle und Qualitätsverlust sind die größten Kontrapunkte zum Thema Crowdsourcing. Hier ist es von Vorteil, wenn man mit erfahrenen Unternehmen wie UI-Check zusammenarbeitet, die Prozesse vernünftig steuern können und für eine hohe Ergebnisqualität stehen bzw. dafür Sorge tragen.
Was erwarten Sie in Zukunft von Crowdsourcing?
Die Etablierung des Themas am deutschen Markt. Deutschland ist traditionell immer etwas "vorsichtiger" und damit auch deutlich langsamer, wenn es um neue Themen bzw. um deren Etablierung am Markt geht. Ich hoffe einfach, auch aus Sicht von UI-Check, dass sich das Thema weiter entwickelt und deutsche Firmen die Vorteile von Crowdsourcing erkennen und weniger über mögliche Risiken sinnieren.
Mehr zum Angebot von UI-Check finden Sie auch in diesem Artikel auf exploreB2B: Crowdtesting - die Chance für den Mittelstand.

