Crowdfunding your Dream - Die Geschichte von Man-child

In diesem Beitrag geht es natürlich um Crowdfunding. Aber es geht auch darum, wie man sich selbst seinen Traum erfüllen kann. Und wie Crowdfunding dabei helfen kann.
Gestern um 18:11 erhielt ich eine Email mit folgendem Text:
… If I needed to, I was ready to write a last-minute Email to ask NoFilmSchool readers for help with the Man-child campaign, which is ending in a few short hours...
… Thanks to the generous support of so many of you we’re already (almost) there. I think we’re going to make it! So instead I just want to make sure you know about the party in Brooklyn tonight -- you’re invited. …
Um 21:01 erhielt ich noch eine weitere Email:
… Since you last heard from me a few hours ago, Man-child hit 100%! …
Was ist Man-child? Man-child ist ein Filmprojekt von Koo, dem Betreiber von http://NoFilmSchool.com. Koo bietet dort ein kostenloses Archiv von Informationen für Filmenthusiasten an, die schon immer gerne selber Filme drehen wollten, aber weder das Geld für eine entsprechende Ausbildung, noch das Geld für entsprechendes Equipment oder die Kontakte in die Industrie haben.
Koo hat ebenso angefangen und seinen Traum immer weiter verfolgt. Dabei war er immer darauf angewiesen geldsparende Techniken anzuwenden und trotzdem einen gewissen künstlerischen Anspruch zu verfolgen (z.B. durch den Einsatz von Foto-Spiegelreflexkameras als Filmkameras). Durch das Bereitstellen von Informationen im Internet hat er sich dadurch einen gewissen Ruf als Experte in der Internetgemeinde aufgebaut. Mit eigenen Filmprojekten erregte er zwar auch ein wenig Interesse von Filmmagazinen, aber das Geld für ein großes und eigenes Filmprojekt fehlte immer noch.
Also entwickelte er sein eigenes Filmprojekt, nämlich Man-child. Man-child soll ein Basketballfilm werden, ein Sport, zu dem Koo selbst eine nach eigener Aussage sehr persönliche Beziehung hat. Das Script gewann zwar ein paar Auszeichnungen, aber gerade Sportfilme sind nicht gerade billig zu produzieren und scheinbar gab es immer noch keinen Investor. Koo legte also ein Projekt auf der Plattform Kickstarter an, und versuchte damit die benötigten 115.000$ für sein Projekt aufzutreiben.
Nun ist Kickstarter nicht einfach eine Plattform auf der man Spenden kann. Das Konzept ist etwas komplizierter: Kickstarter ist eine Plattform für kreative Projekte, und Geldgeber investieren nicht, sondern spenden. Für verschiedene Spendenhöhen werden Belohnungen vergeben, in Koos Fall bekommt jeder Spender z.B. einen freien Download des fertigen Films. Zusätzlich ist auch der Zeitrahmen begrenzt, man kann kein Endlosprojekt ausschreiben. Und es geht um Alles oder Nichts. Wenn in dem entsprechenden Zeitrahmen die Summe nicht zustande kommt, dann erhält der Ausschreibende nichts. 115.000$ ist eine extrem hohe Summe für Kickstarter, die durchschnittliche Projektgröße beträgt etwa 15.000$.
Übers Internet für Filmproduktionen gelaufene Crowdfunding Aktionen für Filme haben eine solche Summe bis her noch nie erreicht. Gleichzeitig ist es aber eine sehr geringe Summe für die Produktion eines professionellen Films. Spender müssen also eine große Menge Vertrauen in Koo und seine Fähigkeiten aufbringen.
Koo hat es geschafft. Mit Hilfe seiner Webseite und seiner Internetpräsenz hat er genügend Spender gefunden. Er hat über Jahre an diesem Traum gearbeitet, und als das Einzige, das fehlte Geld war, hat er sich eine Community geschaffen, die bereit war ihm diesen Traum zu erfüllen.
Beispiele wie diese zeigen, das Crowdsourcing und Crowdfunding die Macht besitzen, die Welt zu verändern. In Koos Fall ermöglichen sie ihm, seinen eigenen ganz persönlichen Traum in Realität zu verwandeln.
@Koo: I guess you’ll never read this, but if you do: I hope you finish your movie. I’ll be watching!
http://nofilmschool.com - Koos Website
http://www.kickstarter.com/projects/ryanbkoo/man-child-feature-film - Das Projekt auf Kickstarter.com
http://nofilmschool.com/2011/08/man-child-my-first-feature-film/ - Koos Ankündigung des Kickstarter Projekts

